Das Ende von Norderney

Moin liebe Leser! Darf ich Sie heute zu einem Ausflug nach Norderney einladen? Dann packen Sie aber auch die blauen Gummistiefel und die gelbe Regenjacke ein. Ich möchte mit Ihnen eine Wanderung durch die Dünen machen, solange es diese Insel noch gibt. Jawohl, das ist kein Druckfehler. Ich will mit Ihnen darüber reden, wann sich der Blanke Hans, die wilde Nordsee, die Ostfriesischen Inseln holen wird. Die Frage ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wurde mir in der letzten Woche von einem Unternehmer aus Hannover gestellt. Der Mann hat seiner Ehefrau vor zehn Jahren eine schöne Wohnung auf Norderney geschenkt, und nun fragt sich die Dame, wie das mit dem Klimawandel im Allgemeinen und Norderney im Besonderen so eben weitergehen wird. Darf ich Sie mit ein paar Zahlen in die „ganze“ Geschichte einführen? Geschenk Der Mann ist 55 Jahre alt, die Frau ist 52 Jahre jung. Das Paar hat drei Kinder im Alter von 23, 21 und 19 Jahren. Der Vater ist Unternehmer, und die Mutter ist Hausfrau. Weil das Vermögen auch in diese Familie ungleich verteilt war und ist, hat der Mann seiner Frau vor zehn Jahren mal eben 160.000 Euro geschenkt und ihr einen Kredit von 500.000 Euro besorgt. Mit den 660.000 Euro hat die Anlegerin auf Norderney, der kleinen Insel ihrer großen Sehnsüchte, eine fast 100 Quadratmeter große Wohnung gekauft, und sie hat in meinen Augen alles richtig gemacht. Sie hat mit ihrer Familie jedes Jahr vier Wochen in der Wohnung verbracht. In der übrigen Zeit wurde das Objekt vermietet. Nach Abzug der Kosten blieben pro Jahr rund 24.000 Euro übrig, die im Laufe der Zeit auf 30.000 Euro gestiegen sind. Mit diesen Überschüssen hat sie den Kredit bedient. Finanzierung Die Hypothek kostet 2,5 Prozent pro Jahr, und die jährliche Tilgung liegt bei 2,3 Prozent. Dadurch […]

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