Geldkiste in der Schweiz

Allegra char lectur, bainvegni chara lectura! Ich habe einige Tage im Engadin verbracht, um mir wieder einmal aus nächster Nähe anzusehen, wie die Deutschen in der Schweiz um ihre Ersparnisse gebracht werden. Leider hat sich bestätigt, was ich geahnt habe. Die Eidgenossen sind wirklich ein ein(z)ig Volk von Brüdern mit dem ausgeprägten Hang zur Wegelagerei und zum Raubrittertum, wenn es um das liebe Geld geht. Wer seine Millionen in Helvetien deponiert und die vielfältigen Details übersieht, endet wie ein gerupftes und grilliertes Poulet im Körbli. Darf ich Ihnen an einem Beispiel schildern, wie die Zubereitung aussieht? Millionärin Eine rüstige Dame, nunmehr 75 Jahre jung, hat vor fünf Jahren von ihrem Gatten, der 15 Jahre älter war, im Bündnerland ein Depot im Wert von drei Millionen Euro geerbt. Das Guthaben ist in der Zwischenzeit sogar auf 3.600.000 Euro gestiegen, so dass auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein scheint. Bei genauem Hinsehen ziehen aber dunkle Wolken über dem Oberland auf. Das Depot besteht zu 100 Prozent aus Aktien, die in den letzten Jahren jeweils 8 Prozent abgeworfen haben. Demzufolge müssten auf dem Konto ungefähr 4.400.000 Euro liegen. Es sind aber lediglich 3.600.000 Euro, so dass sich die Frage stellt, wo die 800.000 Euro verloren gegangen sind. Versicherungsmantel Das Elend begann mit der Empfehlung des örtlichen Vizedirektors der Großbank, das Geld zur „Vermeidung allfälliger Steuern“ in den Mantel einer Rentenversicherung in Liechtenstein zu hüllen. Die nötigen „Umtriebe“ haben 200.000 Euro gekostet. Danach wurde die alte Dame jedes Jahr mit 90.000 Euro zur Ader gelassen. Die Versicherung kassierte für die Pflege des Umhanges jährlich 20.000 Euro. Die Bank strich für die Verwaltung rund 30.000 Euro ein. Effektiv waren es sogar 40.000 Euro, weil das Institut von den Investmentfonds, denen das Erbe auf verschlungenen Saumpfaden zugeführt worden war, jährliche Zuwendungen von 10.000 Euro […]

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