Raus aus dem goldenen Käfig!

Liebe Leser, geschätzte Millionäre, werte Realitätenbesitzer! Heute hab‘ ich für Sie ein echtes Schmankerl, wie man in Bayern umschreibt, was in Preußen eine Leckerei ist. Es geht um ein Haus im Umland von München, den genauen Standort kann und will ich Ihnen nicht verraten. Der Grund ist etwa 3.000 Quadratmeter groß, das Haus rund 250 Quadratmeter klein, das Eigenheim vier Millionen Euro wert. Dafür bekäme man in der Lausitz ein halbes Rittergut, so dass wir von einer wahren Pretiose sprechen können. Eigentümer ist ein 80 Jahre junger Gentleman, und Mitbewohnerin ist die 70 Jahre alte Ehefrau. Der Bund ist für jede Herrschaft der zweite Durchgang. Der Mann hat zwei Kinder aus erster Ehe, die Frau hat weder Söhne noch Töchter, aber ein Depot im Wert von 700.000 Euro. Was müssen Sie noch wissen, um die (wahre) Dramatik des heutigen Falls zu durchdringen? Ach ja, genau, der Mann bezieht eine Minirente von 2.000 Euro im Monat, und die Frau steuert zum „Überleben“ des Paares monatlich 6.000 Euro aus ihrem Vermögen bei. Dafür genießt sie bei Föhn den „mietfreien“ Blick auf die Ber­ge und wird zu gegebener Zeit das Haus erben. Wie beurteilen Sie diese Aussichten, liebe Leser, sind das angenehme oder eher triste Perspektiven? Bitte seien Sie mit „vorschnellen“ Urteilen vorsichtig, weil der Teufel im Detail steckt, wenn ich das so sagen darf. Lebenserwartung Wenn ich Ihnen einen Tipp geben darf, dann sollten Sie in erster Linie auf das „Ende“ der Eheleute sehen. Der Mann ist 80 Jahre jung. Die statistische Restlaufzeit beträgt acht Jahre, doch die Vorfahren des Rentners sind alle über 90 Jahre alt geworden, so dass der Realitätenbesitzer damit rechnet, wenigstens noch zehn Jahre zu leben. Die Frau ist 70 Jahre alt. Ihre statistische Lebenserwartung liegt bei 87 Jahren, die sie – obwohl etwas kränklich – auf zwei […]

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