Streuen, streuen, streuen!

Die Zeichen stehen wieder auf Sturm. Der Amerikaner hat Bomben über Teheran abgeworfen. Der Russe führt weiterhin Krieg gegen die Ukraine. Nicht zu vergessen ist das fürchterliche Elend in Afrika! Was gibt’s noch Neues? Der deutsche Aktienindex ist seit Jahresbeginn um 1,45 Prozent gefallen. Diesel kostet jetzt ein kleines Vermögen. Und die zehnjährigen Anleihen des Bundes werfen eine Rendite von mageren 2,7 Prozent pro Jahr ab. Guthaben auf Girokonten werden in aller Regel weiterhin nicht verzinst, doch wenn das Konto ins Minus rutscht, werden Sie mit 13 Prozent zur Kasse gebeten. Was möchte ich damit sagen? Ich habe keine Ahnung, wohin die Reise gehen wird, liebe Leser, und daher kann ich Ihnen in diesen Tagen nur zurufen: Nie war die Privatbilanz so wertvoll wie heute! Sie müssen wissen, wie reich Sie (noch) sind, und Sie sollten einen Plan haben, wie Sie dieses Vermögen in Zukunft schützen wollen. Sonst werden Sie sich um den Schlaf bringen. Kurzum: Bitte greifen Sie zu Bleistift, Papier und Taschenrechner und fangen mit der Inventur an! Bilanz Wieviel Geld liegt auf den Girokonten: 400.000 Eu­ro? Wie sieht es mit den Kurswerten der Anlei­hen und den Rück­kaufwerten der Kapitalver­sicherun­gen aus: 600.000 Eu­ro? Bitte ver­gessen Sie nicht den Barwer­t der erworbenen Rentenan­sprüche, der nach meinem Verständnis zu den Anleihen gehört. Monatsrenten von 4.000 Euro, die in zwölf Jahren beginnen, weil Sie gerade 55 Jahre alt geworden sind, und 23 Jahre bezahlt werden, sind 700.000 Euro wert, wenn sie mit jeweils 2 Prozent pro Jahr abgezinst werden. Die Immobilien mögen fünf Millionen Euro wert sein, weil das schöne Eigenheim (1.500.000 Euro) und die beiden kleinen Mietshäuser (3.500.000 Euro) nicht in Pirna, sondern in Potsdam liegen. Die Markt­werte der Ak­tien sind von 600.000 auf 500.000 Euro gefallen? Dann haben Sie eben Pech gehabt, doch es besteht kein Anlass zur Panik, […]

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