Leben statt Träumen!

Sehr geehrte Liebhaber vermieteter Immobilien! Ich weiß, dass ich für viele von Ihnen ein rotes Tuch bin, weil ich als Gegner von Häuser und Wohnungen gelte. Zu meinem Leidwesen muss ich Ihnen gestehen, dass Sie völlig Recht haben. Ich bin für Immobilien in schlechter Lage nicht zu haben. Genauso lehne ich Liegenschaften ab, sofern die Renditen nicht stimmen. Ich mache mich über Objekte lustig, die sich Ärzte und Apotheker in Form fragwürdiger Steuersparmodelle aufschwatzen ließen. Und weil das alles nicht reicht, möchte ich heute dem Ganzen die Krone aufsetzen. Ich missbillige Immobilien, wenn wohlhabende Eltern im Angesicht des Todes versuchen, ihre Sprösslinge mit Hilfe von Beton in den Schwitzkasten zu nehmen. Das ist nicht fair, liebe Leser, darüber müssen wir reden! Fall Mich hat vor einigen Wochen ein Gentleman aus Hamburg besucht. Der Mann ist 57 Jahre alt und besitzt fünf Mehrfamilienhäuser in einer Größenordnung von 18 Millionen Euro. Die Schulden betragen drei Millionen Euro, so dass das Imperium netto 15 Millionen Euro wert ist. Das Geld stammt aus Erbschaften und dem Verkauf eines Betriebes. Der Unternehmer a.D. hat in meinen Augen (fast) alles richtig gemacht. Er hat die Immobilien vor vielen Jahren zu vernünftigen Preisen gekauft, er hat die Objekte gepflegt, und der Lohn der Bemühungen sind saftige Wertsteigerungen. Jetzt kommt’s aber, liebe Leser, bitte halten Sie sich fest. Der Mann verwaltet die 110 – in Worten: einhundertzehn – Wohnungen selbst, weil er trotz intensivster Suche keinen Verwalter gefunden hat, dem er vertraut. Von der Vermieterei hat der „Großgrundbesitzer“ in der Zwischenzeit aber die Nase gestrichen voll, wie er mir freimütig berichtete. 75 bis 80 Prozent der Mieter seien nette Menschen, der Rest sei aber übles Gesocks. Hinzu kämen grüne Fundamentalisten und Gutmenschen, die mit ihren bürokratischen Vorschriften jeden Vermieter zur Weißglut brächten. Kurzum: Der Mann ist müde und […]

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