Vermieten oder genießen?

Die Verlängerung von Darlehen ist zur Zeit kein Zuckerschlecken. Wer vor zehn Jahren eine Hypothek aufgenommen hat, die jährlich 2,50 Prozent kostete, muss sich jetzt, falls der Kredit prolongiert wird, auf Kosten von 4 Prozent pro Jahr einstellen. Das ist eine Verteuerung von 60 Prozent! Was meinen Sie dazu, liebe Leser? Sollen die Leute „standhaft“ bleiben und solche Zinsanstiege weglächeln? Oder sollen sie „wankelmütig“ werden und die einzelnen „Dinge“ hinterfragen, die mit diesen Darlehen bezahlt worden sind. Es wird Sie nicht verwundern, dass ich für die zweite Lösung stimme, da ich für mein Leben gern in dunkle Ecken leuchte. Fallbeispiel Der heutige Protagonist ist 60 Jahre alt und Notar von Beruf. Er hat vor zehn Jahren ein kleines Mehrfamilienhaus gekauft, das insgesamt 2.200.000 Euro gekostet hat. Davon entfielen etwa 500.000 Euro auf das Grundstück, rund 1.500.000 Euro auf das Gebäude und ungefähr 200.000 Euro auf die Nebenkosten. Bezahlt wurde die Immobilie mit Hilfe einer Erbschaft von einer Million Euro und eines Darlehens in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Der jährliche Nominalzins betrug 2,50 Prozent und war zehn Jahre fest. Die Rate für Zins und Tilgung betrug 5.500 Euro pro Monat, wodurch die Restschuld auf 791.484 Euro gesunken ist. Außerdem sollten Sie wissen, dass der Wert der Immobilie heute 3.000.000 Euro beträgt und die monatliche Miete im Laufe der Jahre von 6.000 Euro auf 7.171 Euro gestiegen ist. Rendite Ich gehe davon aus, dass Sie auf einen Blick erkennen, dass die Immobilie ein prächtiges Geschäft war. Sollte das wider Erwarten nicht der Fall sein, müssen Sie „zur Strafe“ eben ein bisschen rechnen. Der Zahlungsplan beginnt mit der Erbschaft von 1.000.000 Euro. Danach folgen 120 monatliche Ausschüttungen, weil die Mieten höher waren als die Kreditraten und Steuerzahlungen. Sie setzen bei 128 Euro ein und steigen auf 379 Euro an. Abgerundet wird der […]

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