Sein oder Haben?
Und Loriot hat(te) doch Recht: Männer und Frauen passen nicht zusammen, vor allem nicht beim lieben Geld, wenn er nach links und sie nach rechts zieht. Darf ich Ihnen den Befund des Meisters an folgendem Fall beweisen? Die fünf Protagonisten sind ein Arzt, 52, eine Lehrerin, 50, eine Tochter, 22, ein Sohn, 20, und ein Hund, dessen Alter mir leider nicht bekannt ist. Der Mann verdient 340.000 Euro im Jahr, die Frau bringt jährlich 60.000 Euro nach Hause, und die Sprösslinge nebst Hund kosten 30.000 Euro pro Jahr. Und nun kommt’s, liebe Leser. Der Vater hat 600.000 Euro auf der hohen Kante, muss aber bei seiner Standesbank noch 350.000 Euro abzahlen. Die Frau wünscht sich endlich ein Eigenheim, und zwar am liebsten das Haus in Kleinmachnow bei Berlin, in dem die Familie seit 15 Jahren fröhlich und unbeschwert zur Miete lebt. Was soll man dazu sagen, werte Betrachter, sind Sie der Meinung, dass dieses Gespann (noch) zusammenpasst? Oder muss dem Paar eher ein Einlauf verpasst werden, damit es (wieder) an einem Strang zieht? Situation Das Ehepaar hat momentan „flüssiges“ Vermögen von 250.000 Euro auf der hohen Kante, weil das Geld der letzten Jahre „mit Masse“ in die Bezahlung einer Praxis geflossen ist, die heute 900.000 Euro sein soll. Die jährlichen Überschüsse des Ehepaars liegen bei 100.000 Euro, da von den 400.000 Euro etwa 150.000 Euro an das Finanzamt gehen und 150.000 Euro in den Privathaushalt fließen. Damit steht das Ehepaar vor der Frage, was es mit einer Einmalzahlung von 250.000 Euro und 15 Sparraten von jeweils 100.000 Euro machen soll. Ich habe dem Arzt in einem längeren Privatissimum ohne Frau drei Modelle vorgestellt, wie die Frage beantwortet werden kann, und wenn Sie die Details erfahren wollen, dann müssen Sie sich (leider) durch viele Zahlen durchbeißen. Sollte Ihnen das zu mühselig […]
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